Ausschnitte aus dem Planungsprozess




Historie
Schloss Körtlinghausen wurde ab 1714 von Oberjägermeister Freiherr Franz Otto von und zu Weichs nach den Plänen des Baumeisters Justus Wehmer errichtet. Seit 1830 befindet sich das Anwesen im Besitz der Familie von Fürstenberg, die das Schloss bis heute mit großem Engagement bewahrt. Im Zuge der umfassenden Restaurierung und Sanierung wurde das historische Bauwerk denkmalgerecht Instand gesetzt. Für diese Leistung erhielt der Bauherr den Preis für Denkmalpflege in Westfalen-Lippe.
Architektur
Die Schlossanlage zeichnet sich durch ihre ausgewogenen barocken Proportionen und ihre klare, klassisch geprägte Gestaltung aus. Das rechteckige Herrenhaus erhebt sich auf einer Insel inmitten eines Teichs und wird von pavillonartigen Seitenflügeln begleitet. Der Schlosshof ist von Kavaliersgebäuden eingefasst, während die schlichten, verputzten Fassaden durch Fensterrahmungen aus Rüthener Grünsandstein akzentuiert werden. Eine Freitreppe mit zierlichem Altan an der Gartenseite trägt die Jahreszahl 1721, über dem Hofportal prangt das Allianzwappen der Familien von Weichs und von Droste zu Erwitte.
Innenraum
Im Inneren beeindruckt das zweiläufige Treppenhaus sowie der Festsaal mit aufwendigen Deckenmalereien und reicher Stuckierung. Die Wappen des Bauherrn und seiner drei Ehefrauen schmücken die Saalecken und verweisen auf die bewegte Geschichte des Hauses.
Heutige Nutzung
Heute wird Schloss Körtlinghausen für festliche Veranstaltungen und Tagungen genutzt. Die denkmalgerechte Sanierung hat das Schloss nicht nur als architektonisches und kulturgeschichtliches Erbe gesichert, sondern es zugleich in eine lebendige Nutzung überführt – ein gelungenes Beispiel für verantwortungsvolles Bauen im Bestand und den nachhaltigen Umgang mit historischer Architektur.







