Lessing Gymnasium und Berufskolleg

Kategorie: Denkmal, Erweiterung, Sanierung
Projekt: Lessing Gymnasium und Berufskolleg
Bauherr: städtischer Träger
Ort: Düsseldorf
Baujahr: 1910 - 1912
Maßnahme: Denkmal / Sanierung / Erweiterung
Nutzung: Bildung
BRAWO_Projekt_Lessing-Gymnasium_Berufskolleg_Grafik_Ansicht

Denkmalgerechte Dach- und Fachsanierung Lessing Gymnasium, Düsseldor

Das 1911/1912 von Joannes Radke errichtete Schulhaus ist ein markantes Beispiel für einen Gründerzeitbau in spätklassizistischer Form und steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Die denkmalgerechte Sanierung umfasste die Restaurierung der Natursteinfassaden, die Erneuerung der Schieferdächer und die brandschutztechnische Ertüchtigung des Treppenraums. Zudem wurde der Cour d’Honneur neu gestaltet, wobei historische Strukturen erhalten und modern interpretiert wurden. Die Baumaßnahmen erfolgten in mehreren Phasen, um den Schulbetrieb während der Sanierung aufrechtzuerhalten.

BRAWO_Projekt_Lessing-Gymnasium_Berufskolleg_Fassadenfoto

AUSSCHNITTE AUS DEM PLANUNGSPROZESS

Kubatur

Das 1911/1912 von Joannes Radke errichtete Schulhaus ist ein prägnantes Beispiel eines Gründerzeitbaus in spätklassizistischer Form und steht seit dem 26. März 1986 unter Denkmalschutz. Errichtet als Massivgebäude mit Schaufassade in Beton-Werkstein, besticht es durch seine mächtige Straßenfassade, tief geprägte Risalite, Säulen und Fensterelemente sowie den großzügig angelegten Innenhof als Cour d’Honneur. Namensgeber des Gebäudes ist der deutsche Aufklärungsdichter Gotthold Ephraim Lessing, dessen Porträtbüste von Marianne Kieselbach 1965 auf einem Basaltsockel im rechten Seitenflügel des Ehrenhofs aufgestellt wurde. Das Schulhaus vereint repräsentative klassizistische Architektur mit der Funktionalität eines Bildungsbaus der Gründerzeit und prägt bis heute das städtebauliche Umfeld.

Sanierung im Denkmal

Die denkmalgerechte Sanierung des Schulhauses beinhaltete umfassende Maßnahmen an Dach und Fassaden sowie die brandschutztechnische Ertüchtigung des innenliegenden Treppenraums über die historisch wertvolle Lichtpyramide. Die Natur-, Werkstein- und Putzfassaden wurden restauriert, die Schieferdächer wurden mit altdeutscher Schieferdeckung neu gedeckt, um das bauzeitliche Deckungsbild des Gebäudes zu bewahren. Parallel wurde die Neugestaltung des Cour d’Honneur geplant, bei der historische Strukturen erhalten und in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden modern interpretiert wurden. Die Umsetzung erfolgte in klar gegliederten Bauphasen, sodass der Schulbetrieb kontinuierlich aufrechterhalten werden konnte.

Analyse

Vor Beginn der Baumaßnahmen erfolgten eine detaillierte Bestandserfassung, technische Substanzerkundungen, Schadstoffsanierung sowie die Erstellung eines Schadenskatasters für Fassaden, Fenster und Türen.

Vorheriges Projekt
Antoniushaus
Nächstes Projekt
Haus Leven