Holistisches Prinzip
Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung hat das BRaWO Team das Projekt ganzheitlich begleitet – von der Konzeptentwicklung über die Planung bis zur Bauleitung. Innenarchitektur und Möbeldesign wurden individuell auf die Bedürfnisse der Familie abgestimmt. Alle eingebauten Möbelstücke, Einbauten und Details sind maßgeschneiderte Entwürfe, die Funktionalität, Ästhetik und handwerkliche Qualität verbinden zu einer homogenen Einheit.
Kubatur im Konzext
Der neu entstandene L-förmige Baukörper tritt in einen harmonischen, respektvollen Dialog mit der bestehenden Architektur. Seine klare, zeitgemäße Formensprache vermeidet sowohl Kontrast als auch Nachahmung – sie formuliert eine eigenständige architektonische Haltung, die den Charakter des Hauses stärkt und weiterführt.
Ressourcenschonung und Regionalität
Bei der Materialwahl standen Nachhaltigkeit, handwerkliche Qualität und regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt. Recycelter Beton, handgefertigte Klinkermauersteine aus einer kleinen Manufaktur und natürliche Oberflächen prägen das Erscheinungsbild. So verbindet das Projekt gestalterische Präzision mit ökologischer Verantwortung – ein Beispiel für nachhaltiges Bauen im Bestand, wie es BRaWO konsequent praktiziert.
AUSSCHNITTE AUS DEM PLANUNGSPROZESS
Baugeschichte
Das Stadthaus aus den 30er Jahren wird durch einen Anbau und einer notwendigen Kernsanierung den modernen Wohnansprüchen einer 5-Köpfigen Familie gerecht.
Alt trifft Neu
Die Architektur des bestehenden Gebäudes wird ergänzt durch einen L-Förmigen Anbau, der Raum schafft für neue Wohn- und Lebensräume. Der Anbau schmiegt sich mit einer dezenten Zurückhaltung an das Bestandsgebäude.
Minimalistischer Ansatz
Die Architektur des Bilker Stadthauses ist geprägt von klaren Formen und natürlichen Materialien. Wir konzentrieren uns mit unserem Entwurf auf das wesentliche und ergänzen den Baukörper in einer geradlinigen Formensprache. Wichtig war uns, den Kontext zwischen Ort, Zeit und Funktionalität in den Vordergrund zu stellen.
Mit Rücksicht auf das Bestehende
Das Raum- und Materialkonzept nimmt immanent Bezug zum Bestand, es wird ein Gebäude weitergebaut ohne starke Kontraste zu erzeugen. Bauen im Bestand geschieht hier mit Zurückhaltung und bestmöglicher Raumnutzung.
Bedürfnisorientierte Planung
Die Wohnbereiche wurden in enger Abstimmung mit den Bedürfnissen der Familie geplant: Räume für Gemeinschaft und Rückzug, fließende Übergänge zwischen Innen und Außen, gezielt gesetzte Sichtachsen. Bestehende Strukturen wurden neu gelesen, weiterentwickelt und durch behutsame Eingriffe neu organisiert – stets mit Blick auf Funktionalität, Atmosphäre und sinnvolle Proportionen.
Architektonische Haltung
Die architektonische Haltung bleibt dabei klar: Bauen im Bestand bedeutet, mit Substanz, Kontext und Zeitlagen zu arbeiten – nicht gegen sie. Die besondere Qualität des Projekts liegt in den leisen Übergängen, in sorgfältig ausgearbeiteten Details, in der Fähigkeit, Bestehendes weiterzudenken. Der Ausbau ist geprägt von hoher handwerklicher Qualität und einem feinen Gespür für Materialien, Licht und Maßstab.
Repräsentative Altbausanierung
Die aktuelle Fotografie zeigt ein Haus, das Geschichte trägt und zugleich offen ist für Neues. Es erzählt von einem Weiterbauen mit Respekt, Klarheit und einem hohen Anspruch an Gestaltung – ein Haus, das sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern Raum gibt: für Leben, Wandel, Kontinuität.
Partner
Wir bedanken uns für die wunderbare Zusammenarbeit und die herausragenden Architekturfotografien durch die Agentur für Design und Fotografie in Düsseldorf Büro Luigs!




















