Kulturbau
Die Tonhalle Düsseldorf ist eines der bekanntesten architektonischen und kulturellen Wahrzeichen der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Ursprünglich 1926 als Planetarium erbaut, beeindruckt das Gebäude durch seine charakteristische Kuppelkonstruktion mit einem Durchmesser von 38 Metern auf quadratischer Grundfläche. Der Entwurf des Architekten Wilhelm Kreis vereint Elemente des Expressionismus und der klassischen Moderne auf eindrucksvolle Weise.
Werdegang
In den 1970er-Jahren wurde die Tonhalle zu einem Konzertsaal umgebaut und an die Anforderungen eines modernen Veranstaltungsortes angepasst. Die markante Kuppel blieb erhalten und erhielt durch das berühmte „Blaue Licht“ und den „Sternenhimmel“ eine neue, atmosphärische Dimension, die bis heute das innerarchitektonische Erscheinungsbild prägt.
Projektbegleitung
Nach mehr als fünf Jahrzehnten intensiver Nutzung begleitet BRaWO die umfassende Sanierung und Modernisierung der Tonhalle Düsseldorf. Die Arbeiten umfassen die vollständige Erneuerung der Sanitäranlagen einschließlich aller Wand-, Decken- und Bodenflächen sowie der Trinkwasserleitungen. Zusätzlich werden die Verwaltungsebene aufgrund von Feuchteschäden saniert und umgebaut, einschließlich einer Schadstoff- und Schimmelsanierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der denkmalgerechten Restaurierung der Westfassade von der Terrasse bis zum Untergeschoss sowie auf der behutsamen Erneuerung des charakteristischen „Blauen Lichts“, das in enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Skeide und Bartenbach GmbH realisiert wird.
Effizienz
Die Untere Denkmalbehörde wurde frühzeitig in die Planung einbezogen, um den hohen denkmalpflegerischen Anspruch in jedem Detail sicherzustellen. Während der Bauphase sorgt ein temporäres Containerbüro für die Verwaltung für den reibungslosen Ablauf der Arbeiten. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Bauherrenschaft, Nutzern, der Denkmalbehörde, Fachplanern und Handwerksbetrieben kann die Sanierung abschnittsweise im laufenden Betrieb sowie während kurzer Sommerpausen umgesetzt werden – ein gelungenes Beispiel für effizientes Bauen im Bestand und sensible Denkmalpflege in Düsseldorf.




